Samstag, 11. Oktober 2008

Kopenhagen/Kulturnatten 10/10/08

Gestern gings auf die Kulturnatten nach Kopenhagen. Die Kulturnatten entspricht der Blauen Nacht in Nürnberg. Leider auch genau so voll, d.h. man schafft maximal drei/vier Sehenswürdigkeiten pro Nacht. Aber ich starte mal von Anfang an. Während Julia und Anna noch die Bootstour machten, beschloss ich mir endlich einmal die Frederikskirken (auch Mamorkirken) anzuschauen. Im Garten stehen riesengroße Statuen berühmter Männer der dänischen Kirchengeschichte.
Die Kirche selbst war sehr beeindruckend. Wahnsinnig tolle Farben und einfach wunderschön. Leider war es nicht möglich auf den Kirchturm zu gehen, der wurde erst später wieder geöffnet.
Nach der Kirchenbesichtigung gings auf den Rundetaarn, einem 35m hohen Turm, der als Observatorium diente.
Das Besondere ist, dass es keine Treppen sind die nach oben führen, sondern ein gut 200m langer Wendelgang, der den Transport der schweren astronomischen Geräte erleichtern sollte. Von der Turmspitze aus hat man einem weiten Rundblick über die gesammte Altstadt, was natürlich mit den Lichtern der Kulturnatten noch beeindruckender war.
Leider war es zu wolkig die Sterne zu sehen, aber wir duften immerhin die Kirchturmuhr durch das Teleskop betrachten, was auch ziemlich imposant war. Unten im Turm war noch eine Austellung von Marionetten und Handpuppen.
Auch Shawn das Schaf (naja, zumindest ein Schaf) war vetreten:
Auf dem Weg zu den Christiansborgslot Ruinen gings vorbei an einer Feuershow



Die Geräusche im Hintergrund sind übrigens tatsächlich Hupen, leider war nömlich nicht die ganze Altstadt für den Autoverkerh gesperrt, so dass zu den Menschenmassen auch noch diverse Autos hinzukamen. Diese bahnten sich ohne Rücksicht auf Verluste ihren Weg.
Nach circa 1 Stunde anstehen, ging es endlich runter in die Ruinen, die nicht ganz so gruselig waren wie im Programm angekündigt. Aber trotzdem interessant und vor allem toll für gruselige Bilder.
Zum Abschluß sind wir noch in die Jerusalemkirche gefahren, wo laut Programm ein Gospelkonzert stattfand. Die erste halbe Stunde war auch super, bei einem Leid wurde sogar das Publikum miteingebunden. Dies führte allerdings zu etwas Verwirrung, denn eigentlich sollten bei "Halleluja" die Männer und bei "Praise the Lord" nur die Frauen aufstehen und mitsingen. Ging aber den meisten dann doch zu schnell, wie das nächste Video eindrucksvoll beweist :-)


Leider stellte sich nach einiger Zeit heraus, dass es kein reines Gospelkonzert war, sondern ein Gottesdienst. Deswegen verabschiedeten wir uns dann bald, denn eine Predigt auf dänisch ist auf Dauer irgendwie nicht so richtig spannend.... aber dafür haben wir dann noch den letzten Zug erwischt, der uns kostenlos (weil in den Kulturnattentickets inbegriffen) nach Hause fuhr :-)

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Helsingör 5/10/08

Nach drei Tagen Kopenhagen wollten Julia und ich unseren Gästen (zu diesem Zeitpunkt Marika und Julias Schwester, damit keine komplette Verwirrung entsteht...) auch mal etwas anderes bieten. So zogen wir also am Sonntag gen Helsingör. Leider hatte sich der Wettergott genau diesen Tag ausgesucht, um uns mal richtig dänisches Wetter zu zeigen. Das heißt auf gut deutsch, wir waren schon patschnass bis wir von unserem Wohnheim an der Bahnstation waren (und das sind nur 10 minuten Fußweg...!).
Dort angekommen machte Kronenborg, trotz des Regens einen imposanten Eindruck.
Kronenborg ist für Dänen übrigens bekannt für Holger Danske, auf den ich später noch zu sprechen komme. Für die restlich Menschheit als Hamlet-Schloss aus dem gleichnamigen Shakespeare Stück. Nach einem kurzen Blick auf die schwedische Küste beschlossen wir unser Sighseeing im Inneren fortzusetzen. Auch innen bietet Kronenborg viel zu sehen. Beeindruckende Kamine,...
... tolle Ausblicke (irgendwie sah es in Realität besser aus...), ...
... "privacy places" (oder auch Toiletten), ...
... und endlose Gänge.
Nachdem wir uns dann die cicra 1 Millionen Stufen auf den Telegrafenturm hinaufgequält hatten,
genossen wir dort für etwas 5 Minuten die Aussicht, dann waren wir noch nässer und auch noch eingefroren....aber der Ausblick war es wert:
Dann ging es in die Kellergewölbe, die sehr beeindruckend, aber auch ziemlich gruselig waren.

Hier sitzt Holger der Däne und wartet bis Dänemark angegriffen wird, um dann mächtiger als alle Feinde aufzuerstehen und Dänemark zu retten.
(A long time ago Holger Danske fought against powerful enemies, now he slummers in the casemates beneath Kronenborg castle, but if Denmark is threatend, he will wake up and save the country)

Zum Abschluss eine Nahaufnahme, die das Wetter sehr gut wiedergibt. Nicht das ich jammern dürfte, wir hatten bisher das beste Wetter. Deswegen ist natürlich so ein Tag auch extra erwähnenswert ;-)

Kopenhagen 4/10/08

So, noch ein paar kleine Nachträge zu Kopenhagen vom Wasser aus. Beim zweiten Mal haben wir die günstigere Tour versucht, aber wie schon erwähnt, konnten wir leider keinen gerechten Vergleich ziehen. Am 4.10 war das Wasser in den Kanälen so hoch, dass die Boote nicht mehr unter den Brücken durchkamen und so die Touroute etwas abgeändert werden musste. Auch diese Tour startete in Nyhavn, einem wirklichen schönen Viertel Kopenhagens.

Anstelle der normalen Tour kamen wir in den Genuß eines Bootsfahrers, der sich wohl etwas langeweilte oder uns etwas bieten wollte, und deswegen auf diverse andere Boote, bzw. prinzipiell auf das Ufer zuschoß, um dann in letzter Sekunde zu wenden. Aber es ging ja jedes Mal gut.
Diese Mal lag auch ein riesen Ozeandampfer im Hafen.
Man beachte vor allem den Mann (da rechts, ganz klein) der wahrscheinlich offiziell damit beschäftigt war den Rumpf neu zu streichen, aber irgendwie hatte er mehr Spaß daran den Touribooten zu zuwinken.
Dank der sportlich Fahrweise des Kapitäns, kamen wir in den Genuß eine Nahaufnahme der Kronleuchter im Opernhaus zu machen. Diese bestehen aus diversen tausend kleinen Spiegeln und Glassstückchen, die zu Freude der Kopenhagener Bauarbeiter/Innenaustatter einfach in einer Box geliefert wurden. Sie selbst durften dann puzzeln.

Kopenhagen 1/10/08

Mal wieder Kopenhagen, aber diesmal haben wir uns extra früh aus dem Bett gequält und waren pünktlich zum Wachwechsel um 12.30 in Amalienburg (man muss ja die 30 Minuten Fußweg, 40 Minuten Zug, 10 Minuten Verspätung des Zugs und so mitrechenen, also wars wirklich frühes aufstehen....;-)) Alle Touristen brav aufgereit, warteten gespannt auf die Zeremonie, dann kam auch schon die Ablösung
Irgendwie war alles etwas unspannender als man so erwartet hat, es war ja auch nur der kleine Wachwechsel, denn die Königin befand sich nicht in Kopenhagen. Die Frage mit der wir uns am meisten beschäftigten war, wie die schicken Männer (sahen alle eigentlich alle nicht älter als 20 aus) es schaffen nicht zu stolpern, denn ihre Sicht unter den Hüten (wie genau darf man sowas eigentlich nennen??) war gleich 0.
Und zur Information: Königin Margarethe von Dänemark wohnt in dem Haus mit den 5 Schornsteinen. Wie uns der Führer auf dem Boot erklärte, wurde extra einer dazugebaut weil sie ein "heavy smoker" sei..... (der 5te Schornstein ist übrigens hinter dieser Verzierung versteckt)
Dann gings weiter zur kleinen Meerfjungfrau, die wir dann doch noch von vorne sehen wollten. Irgendwie hatte ich sie mir etwas spektakulärer vorgestellt, aber einen Besuch ist sie auf jeden Fall wert. Und natürlich auch diverse Fotos:

Man muss auch kurz erwähnen, dass die gute Frau in ihrem Leben schon so einiges durchgemacht hat, von Sprengungsversuchen, über Farbattacken und bald auch einer Chinareise, aber sie steht immer noch wie eine Eins (wenn auch nicht mehr das ganz im Original...). Übrigens jedes Jahr zu ihrem Geburtstag springen junge Mädchen ins Wasser um ihr Ehre zu beweisen.
Auf dem Weg zur Meerjungfrau sind wir noch an einer wunderschönen kleinen Kirche vorbeigekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Die einzige anglikanische Kirche Dänemarks, sowohl von innen wie auch von außen wunderschön!

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Essen 2

6.) Zum Appetit anregen, ein Foto der Bonbons der königlichen Bonbonfabrik, die so ungefähr die besten Bonbons sind die ich je gegessen habe
Das EInzige was wirklich sehr mysterious ist, dass Werbeschild sieht eher aus wie für eine drittklassige Bar......

7.) Ein kurzer Bericht der Fast-Food-Front: Döner, McDonalds und Co. sind hier eindeutig die günstigste und einzig bezahlbare Variante etwas mehr als einen Hotdog zu Mittag zu essen. Man hat das Gefühl es gibt mehr Dönerstände als irgendwo in Deutschland (wie genau 10 Buden an der Norrebro direkt nebeneinander überleben können ist mir immer noch schleierhaft...). Im Gegensatz dazu sind meines Erachtens McDonalds und Burger King nicht ganz so häufig vertreten wie in deutschen Großstädten. Aber wenn man mal einen findet sind sie auch, typisch dänsich sehr stylisch eingerichtet

8.) Gebrannte Mandeln sind für uns ja eher eine Süßigkeit die es auf dem Volksfest/Berg/Kirchweih etc. gibt. Nicht so hier in Dänemark, zumindest nicht in Kopenhagen. hier gibt es an jeder Ecke Stände mit frischen, noch warmen gebrannten Mandeln. Eine Tüte für 25 Kr.
Sie sehen zwar genauso aus wie die deutschen,
schmecken aber etwas anders. Weicher, aber einfach gut!!! Und was gibt es besser als an einem kalten, windigen dänsichen Tag eine Packung warmer gebrannter Mandeln....??!!

Kopenhagen 29/09/08

Am Samstag hab ich dann auch endlich einmal an der eigentlich obligatorischen (wegen der vielen Kanäle und dem Meer) Bootstour durch Kopenhagen teilgenommen. Hannah und ich haben natürlich die nähere genommen und erst später bemerkt, dass 100 Meter weiter eine billigere angeboten wurde (leider konnte ich bis heute noch nicht ganz rausfinden, ob es prinzipiell die gleichen Touren sind, denn als ich die Tour nocheinmal mit Marika gemacht habe, war der Wasserstand zu hoch, so dass wir nicht den normalen Weg fahren konnten). Naja, so saßen wir dann bei strahlendem Sonnenschein auf einem DFDS Schiff und schipperten durch Kopenhagen. Vorbei an Nyhavn,...
...an mal wieder sehr modernen Häusern, ...
(wobei ich ja gestehen muss, mir wird die dänische Architektur immer suspekter, wie kann man ein vollverglastes Haus, in dem Wohnungen tausende Euro oder auch millionen Kronen kosten, an einer Stelle bauen, an der etwa jede halbe Stunde ein Touriboot vorbeitfährt...???!!!)
... zur kleinen Meerjungfrau, ...
... einen kurzen Abstecher Richtung Meer, ...
... vorbei an der Frederikskirke, ...
... und vorbei am "Black Diamond", der königlichen Bibliothek. Diese ist in einem schrägen WInkel zum Wasser gebaut so dass sich dieses faszinierend, eben wie in einem Diamanten spiegelt.
Wieder an Land gings weiter in den Kongens Have (Königsgarten),
wo wir, immernoch bei strahlender Sonne, ein bißchen Pause machten, um uns dann, zumindest von außen, Rosenborg Slot anzuschauen.
Dieses, doch wirklich märchenhafte Schloß bewacht die Kronjuwelen. Leider hat es, wie die meisten dänischen Museen um vier zugemacht, so dass nicht mehr genug Zeit blieb um die Juwelen zu begutachten.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof, immernoch durch Kongens/Rosenborg Have, konnten wir wiedereinmal dänische moderne Kunst begutachten. Ein Herz aus Stein und ein halbes Auto sind ja Mitten in der grünen Wiese wirklich schön anzuschauen....